Ist das Lektorat einer Dissertation legal?

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Langzeitprojekt Dissertation: Mit Lektorat für Perfektion sorgen?

Selbstständige Arbeit vs. illegale Hilfe bei der Dissertation?

Das umfasst ein Lektorat deiner Dissertation

Darum empfiehlt sich ein Lektorat durch eine fachfremde Person

Fazit

So langsam nimmt deine Dissertation Form an oder sie ist sogar schon fertig? Wenn du jetzt über ein Lektorat für deine Promotion nachdenkst, aber unsicher bist, ob das eigentlich legal ist, wird dir dieser Beitrag die Antwort liefern.

Langzeitprojekt Dissertation: Mit Lektorat für Perfektion sorgen?

Während die Bachelorarbeit und die Masterthesis dich ein paar Monate in Beschlag genommen haben, ist die Promotion ein echtes Langzeitprojekt. Bevor mich meine Kund*innen um ein kostenloses Probelektorat bitten, haben sie jahrelang an ihrer Dissertation geschrieben. Dabei sind viele Liter Herzblut in die Abschlussarbeit geflossen und auch hohe Erwartungen. Denn so viel Arbeit soll mit einer guten Promotion belohnt werden. Verständlich ist daher die Angst vor Punktabzügen aufgrund fehlender Kommata, Schachtelsätzen oder unglücklichen Formulierungen. Spätestens nachdem du die eidesstattliche Versicherung („Ja, das habe ich wirklich alles ganz allein gemacht!“) unterschrieben hast, stellt sich aber die Frage: Ist ein Lektorat für die Dissertation überhaupt legal?

Selbstständige Arbeit vs. illegale Hilfe bei der Dissertation?

Der Albtraum jedes*r Promovierenden ist die nachträgliche Aberkennung des Doktortitels. Immer wieder wird in den Medien von Plagiatsskandalen berichtet. Hier wurde nicht richtig zitiert, da sogar ein Ghostwriting entdeckt. Vielleicht haben dich diese Berichte bislang davon abgehalten, ernsthaft über ein Lektorat für deine Dissertation nachzudenken. Doch ich kann dich beruhigen: Tatsächlich verboten sind Plagiate – also die nicht kenntlich gemachte Nutzung fremden Gedankenguts – und das Ghostwriting.

Du sollst die Doktorarbeit eigenständig verfassen und bist allein für den Inhalt verantwortlich. Daher wird dieser Anspruch von einem Lektorat nicht tangiert, da es niemals den Inhalt deiner Promotionsschrift verändert. Zudem könnte ich es auch nicht leisten, mir im Zuge des Lektorats das Fachwissen anzueignen, dass du für deine Dissertation erlangt hast.

Mit deiner Promotionsschrift beweist du zudem, dass du wissenschaftlich korrekt arbeiten kannst. Gehäufte Tippfehler trüben diesen Eindruck allerdings. Dem wirkt ein Lektorat effektiv entgegen und lenkt den Fokus allein auf den Inhalt der Dissertation.

Expertenbuch Lektorat, Text korrigieren lassen

Das umfasst ein Lektorat deiner Dissertation

Werfen wir einen Blick auf die Leistungen und den Ablauf des Lektorats deiner Promotion.

Zunächst prüfe und korrigiere ich:

  • Rechtschreibung
  • Zeichensetzung
  • Grammatik
  • Einheitlichkeit der Schreibweisen (insb. Fachbegriffe und Namen)
  • Formalia in Literaturverzeichnis und Literaturangaben

Diese Leistungen fallen in den Bereich des Korrektorats. Hier geht es tatsächlich überhaupt nicht um die inhaltliche Ebene, sondern rein um die sprachliche Richtigkeit. Das Lektorat umfasst darüber hinaus Verbesserungshinweise für folgende Bereiche:

  • Aufbau und Struktur
  • Satzbau und Stil
  • Kohärenz und Verständlichkeit
  • Wortwahl, Ausdruck und Satzstellung

Wichtig: Diese Punkte werden stets mit Kommentaren versehen. Hierbei schlage ich dir zum Beispiel vor, welcher Begriff besser passen würde, wie du den Satz umstellen könntest oder eine Formulierung verständlich gestalten kannst. Ob und wie du diese Vorschläge des Lektorats annimmst, bleibt dir als Doktorand*in überlassen. Nach dem Lektorat deiner Dissertation erhältst du zwei Dokumente von mir. In einem kannst du alle Änderungen nachverfolgen und siehst wo ich wie eingegriffen habe. In dem zweiten sind die Leistungen des Korrektorats bereits eingearbeitet und nur noch die Kommentare des Lektorats sichtbar. Diese kannst du dann nach und nach durchgehen und annehmen oder verwerfen.

Darum empfiehlt sich ein Lektorat durch eine fachfremde Person

Hin und wieder erhalte ich Anfragen, die in etwa so lauten: „Ich promoviere in Geschichte. Sollte meine Dissertation also von einem*r Historiker*in lektoriert werden?“ Diese Frage ist verständlich, schließlich sind deine Betreuer*innen und Prüfer*innen ebenfalls „vom Fach“. Doch wie bei der Bachelorarbeit und der Master-Thesis gilt auch bei der Dissertation: Sie sollte auch für fachfremde Personen verständlich sein.

Darauf weist auch die Wirtschaftsuniversität Wien hin:

Sie entscheiden alleine und eigenverantwortlich, ob Ihre Arbeit abgabereif ist. Wir empfehlen Ihnen jedoch dringend, dass Sie sich jemanden suchen, der die Arbeit für Sie Korrektur liest – möglichst auch inhaltlich, in jedem Fall aber in Hinblick auf Rechtschreibung und Formalia. Holen Sie sich auch von fachfremden Personen Feedback, ob die Arbeit klar strukturiert und verständlich ist.

Wirtschaftsuniversität Wien

Das Psychologische Institut der Uni Zürich betont ebenfalls, dass die Korrektur einer Abschlussarbeit auch von fachfremden Personen verstanden werden muss:

Lassen Sie Ihre Arbeit unbedingt von einer Person mit guten Deutschkenntnissen Korrektur lesen. Dabei geht es nicht nur um das Auffinden von Orthographiefehlern, sondern auch um die Grammatik, den Stil und die Leserfreundlichkeit. Eine gebildete Person sollte Ihre Arbeit verstehen können, selbst wenn sie selber nicht Psychologie studiert hat.

Psychologisches Institut der Uni Zürich

Ein letztes Zitat darf es noch sein: Die FU Berlin weist sogar bereits Bachelor-Studierende darauf hin, dass das Korrekturlesen Teil des Weges zur fertigen Abschlussarbeit ist:

Steht die Endfassung eurer Bachelorarbeit fest und ihr habt vielleicht auch Außenstehende um ein Korrekturlesen hinsichtlich grammatikalischer bzw. Rechtschreibfehler gebeten, kann es ans Drucken- und Bindenlassen eurer Arbeit gehen.

FU Berlin

Der Grund ist simpel: Nach der Korrektur der Abschlussarbeit müssen deine Betreuer*innen nicht über Tippfehler und holprige Satzkonstruktionen stolpern. Dein Gedankengut und deine Forschungsergebnisse stehen somit im Mittelpunkt – und darum geht es doch bei der erfolgreichen Promotion.  

Fazit

Ein professionelles Lektorat, das sich deutlich von den illegalen Leistungen eines Ghostwritings unterscheidet, ist erlaubt und oftmals von den Hochschulen gar gewünscht. Die Dissertation bleibt dadurch weiterhin deine eigene Leistung, sie erhält allerdings eine Form, die deinen Betreuer*innen und Prüfer*innen das Lesen erleichtert.

Sobald du mit deiner Dissertation – oder auch Bachelorarbeit oder Master-Thesis – fertig bist, kannst du gern ein kostenloses Probelektorat bei mir anfordern. Sende mir dazu einfach einen Ausschnitt von 6.000 Zeichen inkl. Leerzeichen. Ich werde mich schnellstmöglich bei dir zurückmelden.